An Ursachen arbeiten, nicht an Symptomen kämpfen!

An den Ursachen arbeiten und nicht an Symptomen kämpfen

Führung muss an die Wurzel gehen

und nicht an der Oberfläche kratzen!

In den Ursachen liegt die Kraft! Und zwar die Kraft zur stetigen Verbesserung von Unternehmen!“

Wer sich in der Praxis umschaut, der stellt fest, dass in Unternehmen nicht selten ein heroischer Kampf stattfindet. Und zwar der tägliche Kampf von Führungskräften und ihren Mitarbeitern gegen Probleme, die wie Pilze aus dem Boden sprießen und wiederkehrend für sehr viel Arbeit sowie Ärger sorgen. Nennen wir diese Probleme in diesem Beitrag einfach mal Symptome!

Vielleicht fragst Du Dich, warum ich an dieser Stelle Probleme als Symptome bezeichnen möchte? Ganz einfach: In der täglichen Praxis leiden viele Unternehmen unter einer Form der oberflächlichen Führung. Hierbei werden in Form von ad hoc Management zwar immer wieder einzelne Symptome bekämpft, aber den zugrunde liegenden Ursachen wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Was ich hiermit meine, möchte ich in einem kleinen Beispiel aus der Praxis zeigen:

Ein Beispiel aus der Praxis

Analyse zahlt sich aus!

Vor einigen Jahren hatte ich einen Kunden, dessen Geschäftsführung mir in den ersten Gesprächen von zunehmenden Problemen im Unternehmen berichtete. Bei dem Unternehmen handelte es sich um ein erfolgreiches Unternehmen, bei dem unterschiedliche Kennzahlen den Schluss zuließen, dass irgendetwas nicht mehr stimmte bzw. eine negative Entwicklung eingesetzt hatte.

Vor diesem Hintergrund übergab mir die Geschäftsführung diverse Daten, die nach erster Durchsicht die negative Entwicklung bestätigten. Für eine genauere Analyse vertiefte ich mich in die Zahlen und machte mir die Mühe, die Kennzahlen bereichsweise aufzubereiten und zu vergleichen. Das Ziel: Die zugrunde liegenden Ursachen für die Probleme zu finden!

In diesem Zusammenhang arrangierte ich unter anderem auch Einzelgespräche mit den bereichsverantwortlichen Führungskräften arrangiert, um mehr über die Arbeit im Unternehmen zu erfahren. Gesagt, getan! Die Gespräche fanden statt und ich hörte viele interessante Details über das Unternehmen, die interne Zusammenarbeit sowie die historisch gewachsenen Strukturen. Kurz zusammengefasst: Das Unternehmen hatte sich über die Jahre prächtig entwickelt und sich dabei von einem Kleinunternehmen zu einem größeren mittelständischen Unternehmen etabliert.

Über die Jahre wurden die typischen Organisationsformen eingezogen (Organigramme, Prozessabläufe, etc.) und auch eine Vielzahl von Zertifizierungen konnte erfolgreich absolviert werden. Alles gut könnte man meinen! Doch mitnichten. Irgendetwas hatte sich über die Jahre verändert, irgendwie war etwas auf der Strecke geblieben!

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Eigenverantwortung und der Blick für das große Ganze

dürfen nicht auf der Strecke bleiben!

In den Gesprächen mit den Führungskräften wurde deutlich, dass der zunehmende Organisationsgrad sowie das Denken in Prozessen über die Jahre dazu führten, dass ehemals wichtige Erfolgsfaktoren des Unternehmens in den Hintergrund getreten waren. Hierzu gehörten insbesondere Dinge wie Eigenverantwortung sowie der Blick für das große Ganze. Diese wichtigen Faktoren waren im Rahmen der zunehmenden Organisationsentwicklung irgendiwe verloren gegangen bzw. nicht mehr so präsent wie zuvor.

Doch Stopp! Das war nicht überall so. Bei meinen Gesprächen zeigte sich, dass es einen Bereich gab, der nicht bzw. kaum von den negativen Entwicklungen betroffen war.

Im Dialog mit der für diesen Bereich zuständigen Bereichsleitung stellte ich fest, dass dort weniger in Prozessen sowie Organisationsanweisungen gedacht wurde, sondern sich dieser Bereich vielmehr dem gesamten Unternehmensergebnis – unabhängig von festgelegten Bereichsgrenzen – verpflichtet fühlte.

Mit dieser Einstellung schaute man vor allem auch über den Tellerrand des eigenen Verantwortungsbereiches hinaus. In der Praxis sah das dann so aus, dass die Mitarbeiter dieses Bereiches sich zwar nicht immer zu einhundert Prozent an die Organisationsvorgaben und Prozesse hielten, dafür aber immer lösungsorientiert den direkten Kontakt zu anderen Bereichen suchten, um beispielsweise auftretende Schnittstellenprobleme schnell und direkt zu lösen.

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Systematisch auf der Ursachenebene

zum nachhaltigen Erfolg!

Der betreffende Bereich ging in diesem Zusammenhang recht systematisch vor und betrieb bei auftretenden Problemen einen hohen Analyseaufwand, um die Ursachen der Probleme zu ermitteln. Dabei ließ sich die verantwortliche Bereichsleitung nicht von den initial höheren Aufwendungen bei dieser Ursachenanalyse abschrecken, sondern verfolgte diesen Weg konsequent und beharrlich, um zugrunde liegenden Ursachen zu finden und diese dauerhaft abstellen zu können. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.

Im Gegensatz zu den anderen Bereichen litt der betreffende Bereich weder unter sich verschlechternden Kennzahlen, noch war in diesem Bereich ein ad hoc Management auf der Symptomebene an der Tagesordnung. Vielmehr wurde in dem betreffenden Bereich sehr organisiert und analytisch im Hinblick auf ursächliche Zusammenhänge gearbeitet, so dass eine ausufernde Symptombewältigung, wie sie in anderen Bereichen zunehmend festzustellen war, nicht vorhanden war.

Mit anderen Worten: Während die anderen Bereiche an Silodenken, zu starkem prozesshaften Arbeiten sowie dauerhafter Symptombewältigung krankten und zunehmend Transaktionskosten produzierten (die sich letztlich auch negativ in den Kennzahlen niederschlugen), wusste der beschriebene Bereich dadurch zu überzeugen, dass auf der Ursachenebene angesetzt wurde und dauerhafte Lösungen erarbeitet werden konnten.

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Es besteht kein Zweifel, dass Symptome im Gegensatz zu Ursachen sehr viel leichter zu erkennen sind, da diese direkt an der Oberfläche sichtbar werden. Die Kunst der Führung liegt aber nicht darin, dauerhaft Symptome zu bekämpfen, sondern deren Ursachen zu analysieren und diese nachhaltig in den Griff zu bekommen!“

Dr. Holger Schmitz, geschäftsführender Gesellschafter der business elf® – Managementberatung


Ad hoc Management vermeiden

und Symptome dauerhaft beheben!

Das oben beschriebene Beispiel zeigt meines Erachtens sehr gut, wie zwei negative Faktoren einer positiven Unternehmensentwicklung erheblich entgegenstehen können.

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Erstens: ad hoc Management! Dieses mag vielleicht kurzfristig Symptome beheben. Aber letztlich ist ad hoc Management nicht geeignet, die Ursachen von Problemen dauerhaft zu beseitigen. Denn in der Konsequenz von ad hoc Management entsteht meistens ein wiederkehrendes Arbeiten an vergleichbaren Symptomen, so dass erhebliche Transaktionskosten die Folge sind. Ein solches Vorgehen mag für die ein oder andere Führungskraft zwar einen heroischen Kampf im täglichen Führungsalltag bedeuten, aber leider ist die Wirksamkeit auf Dauer sehr gering!

Zweitens: Organisationsentwicklung! Unzweifelhaft sind der Aufbau von Prozessabläufen und die Organisationsentwicklung wichtige Bausteine bei der Optimierung von Arbeitsabläufen. Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass auf der anderen Seite immer auch der Verlust von selbstverantwortlichem Arbeiten und eine Reduktion der Eigenverantwortung von Mitarbeitern droht. Deshalb ist es von großer Bedeutung, das richtige Maß bei der Organisationsentwicklung zu halten, damit selbst- und eigenverantwortliches Handeln nicht verloren gehen, sondern beim Aufbau der Organisationsentwicklung erhalten bleiben und gefördert werden.

Falsche Priorisierung und Zeitmangel

sind Achillesfersen guter Führung

Schaut man sich die Ursachen für ad hoc Management an, wird oft schnell ersichtlich: Aufgrund von Zeitmangel, falscher Priorisierung oder einfach nur um schnelle „Erfolge“ zu erzielen, neigen Führungskräfte nicht selten zu dieser Arbeitsweise.

Auf den ersten Blick wirkt das hierdurch erzeugte Führungsverhalten oft auch sehr beschäftigt und wichtig! Allerdings ist das leider nur der oberflächliche Blick auf die Dinge. Denn auf Dauer sind mit dieser Vorgehensweise in der Regel keine geeigneten Lösungen für zugrunde liegenden Ursachen zu erwarten, so dass ein Hamsterrad aus Frustration und schlechten Ergebnissen die Folge ist!

Deshalb möchte ich jeder Führungskraft nachhaltig empfehlen, nur in Ausnahmefällen, wenn es aufgrund der Dringlichkeit nicht anders möglich ist, mit ad hoc Management zu agieren.

Ansonsten sollte bei auftretenden Problemen immer analytisch auf der Ursachenebene angesetzt werden, um die ursächlichen Probleme genau zu lokalisieren und dauerhaft zu beheben.

Dann sprießen Symptome nicht wie Pilze aus dem Boden, sondern können an der Wurzel verhindert werden. Dieses Vorgehen mag zwar initial zunächst mit mehr Aufwand verbunden sein, aber diese strategische Vorgehensweise zahlt sich erfahrungsgemäß am Ende immer aus (und das meistens sogar ganz erheblich!).

Führungskräfte TIPP

Wer diesen Ansatz als Führungskraft versteht, wird deutlich mehr Zeit finden, um den Blick erfolgreich nach vorne zu richten. Oder anders ausgedrückt: Es entsteht mehr Raum, um als Führungskraft AM Unternehmen zu wirken und nicht im Tagesgeschäft des Unternehmens gefangen zu sein!

In diesem Sinne, mit ursachengerechten Grüßen

Dr. Holger Schmitz


Die Leadership Experten

der business elf® – Managementberatung

Die business elf® – Managementberatung bietet eine einzigartige Synthese aus Leadership & Teamwork! Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir ein wirksames Führungs-Mindset, um die jeweiligen Unternehmen noch erfolgreicher zu machen! Für Details zu unseren Angeboten stehen wir gerne persönlich zur Verfügung. Du erreichst uns unter 05401 – 8969981 oder anpfiff@business-elf.de. Wir freuen uns, mit Dir gemeinsam in die ARENA DER ZUSAMMENARBEIT® einzulaufen!

Weitere Informationen zur business elf® – Managementberatung haben wir Dir hier zusammengestellt:

Nachhaltig. Erfolgreich. Führen.

You'll never work alone - Leadership & Teamwork im Unternehmen

Fotoquelle bei der BMW Aftersaleskonferenz 2018: Nena Jägersberger / Hertz&Kopf

Foto- und Videoquelle bei der e.on Führungskräftetagung: e.kundenservice Netz GmbH